Der Künstler

Gabriel Stan

Forma, lumină, tăcere
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Gabriel Stan – Portrait
Geboren
1978, Cluj-Napoca, Rumänien
Ausbildung
Akademie der Bildenden Künste, Bukarest
Residenz, Villa Massimo, Rom
Lebt und arbeitet
Wien, Österreich
Vertretung
Galerie Westlicht, Wien
Galerie Clio, Paris
Kontakt
studio@gabriel-stan.com

Zwischen
Tradition
und Stille

Gabriel Stan ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Maler Osteuropas – ein Künstler, dessen Werk die Spannung zwischen materieller Präsenz und flüchtiger Innerlichkeit mit außergewöhnlicher Meisterschaft verhandelt.

Geboren 1978 in Cluj-Napoca, Rumänien, wuchs Stan in einer Welt auf, in der das künstlerische Erbe Europas und die ästhetische Strenge der Moderne gleichzeitig wirksam waren. Seine frühe Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in Bukarest prägte ihn in den klassischen Techniken der europäischen Malerei – eine Grundlage, die er später radikal mit eigenen Mitteln erweiterte.

Nach einem prägenden Stipendienaufenthalt an der Villa Massimo in Rom begann Stan, die Grenzen zwischen Figuration und Abstraktion systematisch zu befragen. Nicht durch Auflösung, sondern durch Verdichtung: Seine Leinwände entstehen in langsamen Schichten, jede Geste rücknehmend oder überlagert, bis das Bild eine eigene stille Autorität gewonnen hat.

Seit seinem Umzug nach Wien im Jahr 2008 hat Stan ein internationales Publikum erreicht. Seine Arbeiten befinden sich in bedeutenden Privatsammlungen und institutionellen Sammlungen von Paris über New York bis Tokio. Kritiker beschreiben sein Werk als „Meditation über das Sehen selbst" – eine Praxis, die dem schnellen Blick verweigert, was sie dem geduldigen Betrachter offenbart.

Gabriel Stan lebt und arbeitet in Wien, wo er sein Atelier im 7. Bezirk führt. Atelierbesuche sind nach vorheriger Vereinbarung möglich.

Eine Malerei,
die das Vergessen
des Malens anstrebt

01

Material als Sprache

Stan behandelt Farbe nicht als Mittel zur Darstellung, sondern als eigenständiges Material mit physischer Präsenz. Pigment, Leinwand und Träger sind gleichrangige Akteure – keine Hierarchie zwischen Form und Grund.

02

Zeit und Schicht

Jedes Werk durchläuft Monate der Arbeit, des Übermalens, des Wartens. Stan begreift Langsamkeit als künstlerische Methode: Das Bild entsteht nicht durch Entscheidung, sondern durch Akkumulation von Gegenwart.

03

Stille als Raum

Seine Bilder verlangen Stille – nicht als Fehlen von Inhalt, sondern als aktiven Zustand. Der Betrachter wird eingeladen, den eigenen Blick zu verlangsamen und die Qualität der Aufmerksamkeit selbst zum Gegenstand zu machen.

Schlüsselwerke

Lux Aeterna
2025
I

Lux Aeterna

Öl auf Leinwand
150 × 190 cm
2025

Das monumentale Hauptwerk der jüngsten Schaffensperiode. „Lux Aeterna" ist ein Bild der Grenze – zwischen Licht und Auflösung, zwischen Erscheinen und Vergehen. Die vielfach überarbeitete Oberfläche zeigt Spuren von mehr als vierzig Übermalungen, die sich zur finalen Schicht verdichtet haben.

Das Werk wurde erstmals 2025 in der Galerie Westlicht, Wien gezeigt und gilt als Stans bislang bedeutendste Einzelarbeit. Es steht im Mittelpunkt mehrerer musealer Leihgesuche.

Sammlung — Privatbesitz, Wien
The Silence of Time
2024
II

The Silence of Time

Öl auf Leinwand
140 × 180 cm
2024

Ein Schlüsselwerk der „Meridian"-Serie, in der Stan die Topografie der Zeit untersucht – nicht als linearen Verlauf, sondern als akkumulierte Schicht von Wahrnehmungen. Das Werk wurde auf der Art Basel 2024 als eines der bedeutendsten Neuwerke der Messe hervorgehoben.

Die monochromatische Grundstruktur wird durch mikroskopisch kleine Farbvariationen aufgebrochen, die erst im direkten Gegenüber mit dem Original sichtbar werden.

Sammlung — Kunsthaus Zürich (Leihgabe)
Echoes of the Soul
2025
III

Echoes of the Soul

Öl auf Leinen
160 × 200 cm
2025

Stans größtes Format bis dato – ein Bild, das den Körper des Betrachters einbezieht, nicht nur dessen Blick. Die Arbeit entstand während einer neunmonatigen Klausurphase im Studioatelier und markiert eine entscheidende Wende in Stans Umgang mit figürlichen Reminiszenzen.

Oberfläche und Tiefe stehen hier in einem bewussten Widerspruch: Was von weitem als glatte Fläche erscheint, offenbart sich in der Nähe als komplexes Relief aus aufgetragener und abgetragener Materie.

Sammlung — Albertina Modern, Wien (Dauerleihgabe)
Vespera II
2023
IV

Vespera II

Mischtechnik
100 × 120 cm
2023

Teil der zweiteiligen „Vespera"-Diptychon-Arbeit, die Stan erstmals 2023 in Paris zeigte. Das Werk kreist um das Phänomen der Dämmerung als Bewusstseinszustand – nicht als Tageszeit, sondern als Qualität der Wahrnehmung im Übergang.

Die Kombination aus Ölfarbe, Blattgold und kaltem Wachs verleiht der Oberfläche eine eigentümliche Leuchtkraft, die sich je nach Lichtsituation radikal verändert.

Sammlung — Privatsammlung, Paris
„Ich male nicht, um etwas zu zeigen. Ich male, um zu erfahren, was es bedeutet, etwas zu sehen."
— Gabriel Stan, Wien 2024

Ausstellungen

2025
Wien
Lux Aeterna — Neue Werke
Galerie Westlicht, Wien
Solo
Basel
Art Basel 2025 — Statements
Messe Basel
Messe
Berlin
After Silence — Europäische Malerei heute
Hamburger Bahnhof
Gruppe
New York
Material Witness
Pace Gallery, Chelsea
Gruppe
2024
Paris
Meridian — Zeitschichten
Galerie Clio, 6e arrondissement
Solo
Wien
VIENNAFAIR 2024
Messe Wien
Messe
Zürich
Monochrom / Polyphon
Kunsthaus Zürich
Gruppe
Tokio
European Voices — Zeitgenössische Malerei
Tokyo Opera City Art Gallery
Gruppe
2023
Bukarest
Vespera — Diptychon
Muzeul Național de Artă Contemporană
Solo
London
Frieze London 2023
Regent's Park, London
Messe
München
Stille Landschaften der Seele
Haus der Kunst
Gruppe
2020–22
Wien
Forma — Retrospektive 2010–2020
Kunsthalle Wien
Solo
Venedig
Biennale di Venezia 2022 — Pavillon Rumänien
Giardini della Biennale
Gruppe
Amsterdam
The Weight of Seeing
Stedelijk Museum
Gruppe

Werke in öffentlichen
und privaten Sammlungen

Wien
Albertina Modern — Dauerleihgabe
Kunsthalle Wien — Schenkung
Zürich
Kunsthaus Zürich — Leihgabe
Museum für Gestaltung
Bukarest
Muzeul Național de Artă Contemporană
Fundația Culturală Română
Paris
Mehrere bedeutende Privatsammlungen
Centre Pompidou (Ankauf in Prüfung)
New York
Privatsammlungen, Upper East Side
Guggenheim Foundation (Nominierung)
Tokio
Privatsammlung, Minato-ku
Mori Art Museum (Interesse)